22. November 2009

Noch drei Jahre, dann werden Wir es auch wissen.

Wohin wird unsere Welt steuern? Es gibt ja unterschiedliche Sichtweise auf die kommenden Jahre. Viele Menschen interpretieren den Maja Kalender wörtlich, welcher besagt das am 21.12.2012, die physische Welt, wie wir Sie kennen, untergehen wird. Andere wiederum glauben, dass im Jahr 2013 auf unserer Welt eine spirituelle Erweckung stattfinden wird, welche die Menschheit letztlich zum Guten führen wird. Die zweite Version hört sich eindeutig angenehmer, während natürlich die erste Version mehr Stoff fürs Kino bietet. Der deutsche Filmemacher Roland Emerich hat sich für die Verfilmung des ersten Szenariums entschieden. Emerich zählt in Hollywood zu den großen Regisseuren welche nahezu Narrenfreiheit genießen. Seine Filme erwiesen sich bis heute als höchst profitabel. Emerich arbeitet mit deutscher Gründlichkeit, liefert seine Filme pünktlich ab und hält auch das Budget ein. So was schätzt man in Hollywood, also wurden auch die 200 Millionen Dollar Produktionskosten für 2012 locker gemacht. Emerichs letzte Machwerke Independence Day, Godzilla & The Day After Tomorrow waren bereits beispiellose Zerstörungsorgien. Aber all diese Filme entpuppen sich jetzt als einfache Fingerübung angesichts der entfesselten Gewalten, welche der Kinoseher in 2012 zu sehen kriegt. Emerich, soviel sei verraten, schickt diesmal die ganze Welt über den Jordan. Vom Weißen Haus über den Vatikan bis in das Himalaja Gebirge ergießt sich die Apokalypse. Es erschüttert mit welcher Endgültigkeit Emerich den Untergang der Menschheit inszeniert. Spätestens wenn eine kilometerhohe Flutwelle den Dalai Lama persönlich hinwegfegt wird klar dass der Regisseur jenseits der „politischen korrektnes“ agiert und so genannte Gute wie Böse mit in den Abgrund reißt. Natürlich agieren auch in 2012 zwischen all den Gewalten aufrechte Helden aller Nationen und Rassen welche versuchen zu retten was zu retten ist. Aber dieser kleine Trost reicht bei weitem nicht aus. 2012 ist der gnadenloseste, mutigste und somit auch bisher beste Film des Schwaben.

 

Andi Bauer

 

 

 

4. November 2009

Sweet Gospel Music

Prefab Sprout     Let’s Change The World With Music

 

Popmusik über – “The Glory Of Music”. Das neue Album von den schottischen Popromantikern Prefab Sprout ist ein Konzeptwerk über die Schönheit von Musik und thematisiert auch die heilende & spirituelle Kraft der Musik. Wundervoll. Die Lieder wurden bereits in den Jahren 1992 & 93 aufgenommen, damals jedoch von der Plattenfirma abgelehnt – zu religiös und unverkäuflich hieß es seitens Sony-Music. Der Komponist und Sänger Paddy Mc Aloon hat jetzt die alten Bänder gesichtet, überarbeitet und veröffentlicht. Paddy McAloon ist der Kopf von Prefab Sprout und gilt unter britischen Musikern als einer der Talentiertesten und mit Abstand als der romantischste und auch mysteriöseste. McAloon glaubt unverrückbar an die Kraft der Liebe und das Gute im Menschen und er glaubt mit Musik die Welt verändern zu können wir er das bereits im Titel des Albums verkündet. „Lasst uns die Welt mit Musik verändern“ ruft uns der unverbesserliche Idealist zu. Die Lieder zu diesem Vorhaben heißen I Love Music, Music Is A Princess & Meet The New Mozart sprühen vor Liebe und Begeisterung und entzücken & betäuben den Hörer mit lieblichen und verführerischen Melodien. Dazu singt McAaloon mit Engelszungen, zärtlich, sanft und mit einer tiefen Vertrautheit in der Stimme. Let’s Change The World With Music wirkt wie Popmusik aus fremden Welten und Zeiten, träumerisch, idealistisch und fast fremdartig. Und doch steht die Musik mit einer sanften Dringlichkeit im Hier und Jetzt. Es kann die Popmusik der Stunde sein, wenn man bereit ist hinzuhören.

Einzig die Produktion klingt ein wenig antiquiert, die dominierenden Synthezeiser erinnern an den Sound der frühen 90er. Aber das sind Marginalen angesichts Liedern wie Sweet Gospel Music welche den Hörer für immer in die Arme nehmen und diesen in fremde und bessere Welten führen.   

 

My poor heart was heavy,

my poor heart was stone.

Then I heard them - they were angels,

and they were singing: 'you're not alone.'

'There is a peace

you've never known.'

Sweet gospel music

carry this boy, away from danger

 

Das singt Paddy McAloon in Sweet Gospel Music und er meint es auch so. Menschen wie Ihn, gibt es nicht mehr viele.

 

Andi Bauer