Sunday Morning Coming Down
Ich war ja beim BIO immer a bissi skeptisch – aber heute habe ich was dazugelernt. Die österreichischen Bioläden kaufen in Hamburg spanisches Gemüse ein. Das erklärt natürlich den Preis, da das Zeug durch halb Europa gekarrt werden muß. Die Bezeichnung BIO rührt wahrscheinlich daher, daß die LKWs BIO-Sprit tanken.
Das bringt mich auch gleich zur Lady Gaga, die sich ja auch gerne mit Lebensmitteln bekleidet. Sie ist der erfolgreichste Mensch überhaupt - in allen nur denkbaren Kategorien. So klingt es zumindest seit Wochen aus allen Medien. Gut, die müssen auch mit irgendwas die Seiten füllen und ein paar "Gaga" Fotos, untermalt mit Superlativen sind da schon hilfreich. Es stellt sich jedoch grundsätzlich die Frage, was es bedeutet wenn Eine Milliarde Menschen Gaga-Videos auf Youtube gesehen haben. Sind das Freunde (nach Facebook), Fans, Voyeure, Schmarotzer, potentielle Werbekunden (deren Daten man weiterverkaufen kann) oder vielleicht sogar Lady Gaga CD-Käufer. Gibt es eine letztlich hinter all dem Hokuspokus eine meßbare Substanz oder lassen wir uns nur von den virtuellen Zahlen beeindrucken. Gibt es überhaupt so viele CDs von der Lady, daß wenn diese Menschen alle kaufen wollen kein Engpaß entsteht?
Das wäre eine Schlagzeile die mich beeindrucken würde:
„Lady Gaga CDs restlos vergriffen – Plattenfirma kommt mit Nachpressungen nicht nach – Original-CDs am Schwarzmarkt zu horrenden Preisen“.
Ein Besuch beim örtlichen Elektro-diskonter (Plattenhändler gibt’s ja nimma) zeigt jedoch ein anderes Bild. Da werden die Paletten mit den CD-Stapeln der Lady von A nach B geschoben damit vielleicht doch ein verirrter Waschmaschineninteressent aus Versehen das Album um € 9,99 mitnimmt. Und was in den nächsten 2 Monaten nicht über den Ladentisch wandert geht zurück an den Absender. Dort werden die Dinger dann recycelt und immer öfter in Asphalt transformiert. Sollten Sie mal wieder auf der Südostagente im Stau stehen, hören sie genau hin. Unter ihren Reifen könnten die Überreste der letzten Alben von Robbie Williams, Michael Jackson & Take That eingearbeitet sein.
Ich werde jetzt nicht von der guten alten Zeit sabbern, aber „Die“ hatte schon was. Als ich zum Beispiel 1986 die neue LP von Falco kaufte (ich hatte diese damals vorbestellt!!! - um nicht leer auszugehen) und zwei Kerle hinter mir keine mehr kriegten. „Leider ausverkauft – sagte die Verkäuferin – die Plattenfirma kommt mit den Pressungen nicht nach“. Ein tolles Gefühl mit dieser LP aus dem Laden zu gehen.
1991 ergatterte ich den letzten Sitzplatz für die Premiere von „Terminator 2“. Mein Freund Goon weilte zu dieser Zeit in New York und berichtete mir glaubwürdig, daß in den USA die Menschen in den Gängen der Kinos saßen, um den Film am ersten Tag sehen zu können. Heute undenkbar. Hat eh schon jeder im Internet runtergeladen. Wann erlebten Sie das letzte mal, daß eine neue CD nicht lieferbar ist oder daß Sie keinen Kinoplatz mehr für einen Blockbuster kriegen konnten. Ich gebe es offen zu, ich vermisse diese Zeiten wo man nicht alles immer kriegen konnte, wo nicht jeder Laden ganzjährig Ananas verkauft, wo der Überfluß noch begreifbar war, wo man öfters ein „Nein – das haben wir nicht“ hörte. Heute gibt es scheinbar Alles, Überall und Immer. Bis sich am Ende herausstellt, daß die Lady Gaga viel weniger CDs verkauft als TOTO in den 80er Jahren Schallplatten und das BIO-Gemüse gar nicht vom Bauernhof in der Nachbarschaft kommt.
Andi Bauer
29. Mai 2011
22. Mai 2011
Luft und Liebe
Sunday Morning Coming Down - die Kolumne
Ein paar Freunde haben mich aufgefordert über den „Lifeball“ zu bloggen. Ich fürchte, daß ich da der Falsche bin. Ich kenne mich nicht aus um was es da geht. Die reden dauern davon, daß Sie gegen Aids kämpfen wollen und dann ziehen Sie sich so an als ob Sie um eine Ansteckung fast betteln würden. Das Alles verwirrt mich sehr. Außerdem bin ich intolerant, weil ich zu vielen der gefeierten Klimaxe dieses Ereignisses eine andere Meinung habe.
Im Kurier steht, daß beim Lifeball die „Liebe“ gelebt wird. Leider gibt es keine ausreichende Erklärung welche Art oder Abart der Liebe damit gemeint ist. Und während vom Bundespräsidenten abwärts jeder Promi, Wichtigtuer und Journalist den Lifeball für den obersten Maßstab an Toleranz und Gutmenschentun preist, drängen sich mir einige bescheidene Fragen auf:
Nehmen die ganzen Prominenten & Schreiberlinge ihre Kinder zum Lifeball mit um dann auf die Bühne zu den Dragqueens zu zeigen um den Kinderchen Vorbilder zu präsentieren: „Mein lieber Bub, ich möchte daß du auch so wirst wenn du groß bist“? (DAS wäre zumindest konsequent)
Ist der Wiener Bürger und Steuerzahler damit einverstanden, daß der Lifeball im Rathaus abgehalten wird, oder ist es eh schon jeden wurscht was der Häupl mit der unserer Hauptstadt aufführt?
Wer kämpft jetzt genau wann und vor allem WIE gegen AIDS?
Wird beim „Gipfeltreffen der Toleranz“ auch toleriert, daß Menschen eine andere Meinung zum Lifeball haben dürfen, oder werden Diese wie bisher medial gekreuzigt?
Ist das verschleudern von Kondomen gegen AIDS der „Weisheit letzter Schluß“?
Darf man zum „Lifeball“ als biederer Familienvater auch hingehen oder wird das nicht so gerne gesehen.
Und zu guter letzt – wenn muß ich anrufen, daß Alfons Haider & Gery Keszler die heurige Staffel von „Dancing Stars“ gewinnen?
Auf Antworten freut sich
Andi Bauer
Ein paar Freunde haben mich aufgefordert über den „Lifeball“ zu bloggen. Ich fürchte, daß ich da der Falsche bin. Ich kenne mich nicht aus um was es da geht. Die reden dauern davon, daß Sie gegen Aids kämpfen wollen und dann ziehen Sie sich so an als ob Sie um eine Ansteckung fast betteln würden. Das Alles verwirrt mich sehr. Außerdem bin ich intolerant, weil ich zu vielen der gefeierten Klimaxe dieses Ereignisses eine andere Meinung habe.
Im Kurier steht, daß beim Lifeball die „Liebe“ gelebt wird. Leider gibt es keine ausreichende Erklärung welche Art oder Abart der Liebe damit gemeint ist. Und während vom Bundespräsidenten abwärts jeder Promi, Wichtigtuer und Journalist den Lifeball für den obersten Maßstab an Toleranz und Gutmenschentun preist, drängen sich mir einige bescheidene Fragen auf:
Nehmen die ganzen Prominenten & Schreiberlinge ihre Kinder zum Lifeball mit um dann auf die Bühne zu den Dragqueens zu zeigen um den Kinderchen Vorbilder zu präsentieren: „Mein lieber Bub, ich möchte daß du auch so wirst wenn du groß bist“? (DAS wäre zumindest konsequent)
Ist der Wiener Bürger und Steuerzahler damit einverstanden, daß der Lifeball im Rathaus abgehalten wird, oder ist es eh schon jeden wurscht was der Häupl mit der unserer Hauptstadt aufführt?
Wer kämpft jetzt genau wann und vor allem WIE gegen AIDS?
Wird beim „Gipfeltreffen der Toleranz“ auch toleriert, daß Menschen eine andere Meinung zum Lifeball haben dürfen, oder werden Diese wie bisher medial gekreuzigt?
Ist das verschleudern von Kondomen gegen AIDS der „Weisheit letzter Schluß“?
Darf man zum „Lifeball“ als biederer Familienvater auch hingehen oder wird das nicht so gerne gesehen.
Und zu guter letzt – wenn muß ich anrufen, daß Alfons Haider & Gery Keszler die heurige Staffel von „Dancing Stars“ gewinnen?
Auf Antworten freut sich
Andi Bauer
17. Mai 2011
ASSERPEITSCHAHN
Schön war er wieder der Songcontest.
Die Deutschen waren wieder mal tolle Gastgeber. Alles perfekt im Stechschritt organisiert und ausgerichtet. Was soweit ging das der Kerl vom ARD (oder war es der ZDF) den Lichttechniker vor der großen Show interviewte ob er den wisse wie viele Lichter er denn zu bedienen habe. Mit erstaunlicher Gelassenheit antwortete der Techniker auf diese blöde Frage freundlich und zuvorkommend und drückte ein paar Knöpfe für den neugierigen Schwätzer. Einzig das leicht schwuchtelige Bühnendesign haben sie sich von Österreichs heiligsten Event abgekupfert – dem Lifeball. Aber wenn der Kessler Gery nicht klagt, wird’s „Kane Welln“ geben. Und solange klar ist daß es eigentlich die Össis erfunden haben. So wie wir den Christoph Waltz, Michael Haneke, Falco und die schöne Landschaft erfunden haben.
Ansonsten lief alles nach Drehbuch. Die Deutschen haben ihr Versprechen gehalten Europa kein zweites Mal zu erobern und schickten zur Sicherheit die Lena gleicht noch mal – damit es ja keinen Sieg gibt. Die Osteuropäer & Balkanländer schieben sich die Punkte gegenseitig zu um es den Wessis wieder zu zeigen. Und die Össis lieferten als ehemalige Ostmärker brav wieder ihre 12 Punkte beim großen Bruder ab. Nur die Deutschen vielen aus der Rolle. Ich erinnere mich noch an selige Kindheitstage, wo von der Oma abwärts beim Songcontest geschimpft wurde. „Die Piefke hab`n uns wieder null Punkte gebn – die Gfrasta“. Da konnte man die Deutsche Hass-Liebe noch pflegen. Aber heuer, 12 Punkte für Nadines zittrigen Auftritt. Müssen Wir Sie jetzt dafür mögen?
Ach ja, gesungen wurde auch. Unsere Nadine war eh lieb und entsprach dem österreichischen Leitsatz, das es ums dabei sein geht. Die Top-Ten wurden nur knapp verfehlt. Wobei die italienische Schnulze mit nervigen Jazzeinschüben die zweiter wurde, keinen Deut besser war. Aber wer will es sich schon mit dem Berlusconi und der Mafia verscherzen. Die Schweden hingegen schossen mit billigen nichtsagenden Euro-Dance-Trash auf Platz 3 und erinnerten mit Schaudern daran, daß dieses Land außer Möbel mit zuwenig Schrauben, derzeit nichts zu bieten hat. Schickt ABBA nächste Jahr.
Großartig auch der Auftritt von Take That, die sich gekonnt maskierten, verkleideten und für Island angetreten sind – diese Schlingel. Was war noch? Heinzelmännchen auf Drogen die Schlager-Ska-Punk für Moldawien trällerten. Eine fade Schnulze einer ehemaligen Popnation von Blue. Schämt euch und fragt Sir Paul McCartney wie man ein Lied schreibt.
Am Ende des Tages bleiben entsetzliche Durchschnittlichkeit, wenig Mut und viel Peinlichkeit. Ich vermute, daß dies eine langfristige Strategie ist. Brot und Spiele fürs dumme Volk. Könnte sich jedoch irgendwann mal als Irrtum herausstellen.
Und Gewonnen hat auch Wer. Ein Duo aus einem Land in Asien daß keiner richtig schreiben oder aussprechen kann. Wie gesagt, schön wars.
Andi Bauer
Die Deutschen waren wieder mal tolle Gastgeber. Alles perfekt im Stechschritt organisiert und ausgerichtet. Was soweit ging das der Kerl vom ARD (oder war es der ZDF) den Lichttechniker vor der großen Show interviewte ob er den wisse wie viele Lichter er denn zu bedienen habe. Mit erstaunlicher Gelassenheit antwortete der Techniker auf diese blöde Frage freundlich und zuvorkommend und drückte ein paar Knöpfe für den neugierigen Schwätzer. Einzig das leicht schwuchtelige Bühnendesign haben sie sich von Österreichs heiligsten Event abgekupfert – dem Lifeball. Aber wenn der Kessler Gery nicht klagt, wird’s „Kane Welln“ geben. Und solange klar ist daß es eigentlich die Össis erfunden haben. So wie wir den Christoph Waltz, Michael Haneke, Falco und die schöne Landschaft erfunden haben.
Ansonsten lief alles nach Drehbuch. Die Deutschen haben ihr Versprechen gehalten Europa kein zweites Mal zu erobern und schickten zur Sicherheit die Lena gleicht noch mal – damit es ja keinen Sieg gibt. Die Osteuropäer & Balkanländer schieben sich die Punkte gegenseitig zu um es den Wessis wieder zu zeigen. Und die Össis lieferten als ehemalige Ostmärker brav wieder ihre 12 Punkte beim großen Bruder ab. Nur die Deutschen vielen aus der Rolle. Ich erinnere mich noch an selige Kindheitstage, wo von der Oma abwärts beim Songcontest geschimpft wurde. „Die Piefke hab`n uns wieder null Punkte gebn – die Gfrasta“. Da konnte man die Deutsche Hass-Liebe noch pflegen. Aber heuer, 12 Punkte für Nadines zittrigen Auftritt. Müssen Wir Sie jetzt dafür mögen?
Ach ja, gesungen wurde auch. Unsere Nadine war eh lieb und entsprach dem österreichischen Leitsatz, das es ums dabei sein geht. Die Top-Ten wurden nur knapp verfehlt. Wobei die italienische Schnulze mit nervigen Jazzeinschüben die zweiter wurde, keinen Deut besser war. Aber wer will es sich schon mit dem Berlusconi und der Mafia verscherzen. Die Schweden hingegen schossen mit billigen nichtsagenden Euro-Dance-Trash auf Platz 3 und erinnerten mit Schaudern daran, daß dieses Land außer Möbel mit zuwenig Schrauben, derzeit nichts zu bieten hat. Schickt ABBA nächste Jahr.
Großartig auch der Auftritt von Take That, die sich gekonnt maskierten, verkleideten und für Island angetreten sind – diese Schlingel. Was war noch? Heinzelmännchen auf Drogen die Schlager-Ska-Punk für Moldawien trällerten. Eine fade Schnulze einer ehemaligen Popnation von Blue. Schämt euch und fragt Sir Paul McCartney wie man ein Lied schreibt.
Am Ende des Tages bleiben entsetzliche Durchschnittlichkeit, wenig Mut und viel Peinlichkeit. Ich vermute, daß dies eine langfristige Strategie ist. Brot und Spiele fürs dumme Volk. Könnte sich jedoch irgendwann mal als Irrtum herausstellen.
Und Gewonnen hat auch Wer. Ein Duo aus einem Land in Asien daß keiner richtig schreiben oder aussprechen kann. Wie gesagt, schön wars.
Andi Bauer
8. Mai 2011
Ich bin käuflich
Sunday Morning Coming Down - die Kolumne
Unzählige Leser sind dieses Blogs sind zutiefst beeindruckt von der Unbestechlichkeit und unerschütterlichen Konsequenz des Autors, die korrupten Machenschaften der Mächtigen offenzulegen und auch die Gier und Heuchelei der Schauspieler - und Musikerelite regelmäßig aufzuzeigen. Es ist nicht übertrieben zu behaupten, daß dieser Blog als eine der letzten moralischen Instanzen in einer aus den Fugen geratenen Welt zu betrachten ist. Diese Einleitung dient als notwendige Vorbereitung für die vielen treuen Leser, da es zu befürchten ist, daß sich so mancher nach der Lektüre der folgenden Zeilen, angewidert abwenden wird.
Kurzum, alle wollen Geld von mir. Selbst der aufrechte Bio-Bäcker ist nicht auf meinen Vorschlag eingegangen, mir für drei gebrauchte Robbie Williams CDs (läuft nicht mehr täglich bei mir), ein Monat lang gratis die Semmerl zu liefern. Somit bekenne ich an dieser Stelle offen und mit ein bißchen Scham – meine Kunst ist käuflich. Nicht für jedermann – Gott behüte. Zum Beispiel für Sie nicht, werter Leser. Sie dürfen weiterhin meine Ergüsse im Internet kostenlos genießen.
Sollten Sie jedoch ein Verleger oder Chefredakteur sein, der etwas Neues und Frisches sucht – dann kaufen Sie mich. Ich schreibe Ihnen jede Woche eine tolle Kolumne. Und wenn sie am Sonntag kein Plätzchen mehr frei haben, dann verschieben wir das Ganze und nennen das Werk: „Monday Morning Coming Down“. Soweit flexibel bin ich. Inhaltlich bleibt es bei meiner Linie. Satirisch ernste Kommentare zur Film, Musik & Medienwelt – jede Woche frisch zum Frühstück.
Und von den Lesern an dieser Stelle, hoffe ich, daß Sie mir weiterhin treu bleiben.
Ein schönes Wochenende wünscht
Andi Bauer
Andreas Bauer
Gutshofstraße 5.
2130 Paasdorf
0699 182 233 69
andibauer@goodatwise.com
www.goodatwise.com
Unzählige Leser sind dieses Blogs sind zutiefst beeindruckt von der Unbestechlichkeit und unerschütterlichen Konsequenz des Autors, die korrupten Machenschaften der Mächtigen offenzulegen und auch die Gier und Heuchelei der Schauspieler - und Musikerelite regelmäßig aufzuzeigen. Es ist nicht übertrieben zu behaupten, daß dieser Blog als eine der letzten moralischen Instanzen in einer aus den Fugen geratenen Welt zu betrachten ist. Diese Einleitung dient als notwendige Vorbereitung für die vielen treuen Leser, da es zu befürchten ist, daß sich so mancher nach der Lektüre der folgenden Zeilen, angewidert abwenden wird.
Kurzum, alle wollen Geld von mir. Selbst der aufrechte Bio-Bäcker ist nicht auf meinen Vorschlag eingegangen, mir für drei gebrauchte Robbie Williams CDs (läuft nicht mehr täglich bei mir), ein Monat lang gratis die Semmerl zu liefern. Somit bekenne ich an dieser Stelle offen und mit ein bißchen Scham – meine Kunst ist käuflich. Nicht für jedermann – Gott behüte. Zum Beispiel für Sie nicht, werter Leser. Sie dürfen weiterhin meine Ergüsse im Internet kostenlos genießen.
Sollten Sie jedoch ein Verleger oder Chefredakteur sein, der etwas Neues und Frisches sucht – dann kaufen Sie mich. Ich schreibe Ihnen jede Woche eine tolle Kolumne. Und wenn sie am Sonntag kein Plätzchen mehr frei haben, dann verschieben wir das Ganze und nennen das Werk: „Monday Morning Coming Down“. Soweit flexibel bin ich. Inhaltlich bleibt es bei meiner Linie. Satirisch ernste Kommentare zur Film, Musik & Medienwelt – jede Woche frisch zum Frühstück.
Und von den Lesern an dieser Stelle, hoffe ich, daß Sie mir weiterhin treu bleiben.
Ein schönes Wochenende wünscht
Andi Bauer
Andreas Bauer
Gutshofstraße 5.
2130 Paasdorf
0699 182 233 69
andibauer@goodatwise.com
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30. April 2011
Sunday Morning Coming Down - Heute mit einer Sektenwarnung
Seit einigen Jahren breitet sich eine neue gefährliche Sekte aus, welche sukzessive, die Menschen der westlichen Hemisphäre versklavt. Die Muster sind bekannt und allgegenwärtig. Größtes Glück, Heil & Erlösung wird versprochen, wenn man sich dem Kult anschließt. Der Einstieg wird den meist jungen Gläubigen leicht gemacht. Einmal drinnen, gibt es fast kein zurück mehr. Die Bewegung ist nicht kompatibel mit ähnlichen Kulten oder dem bisherigen Glauben der Einsteiger und grenzt sich und die Anhänger gnadenlos von Anderen ab. Schlimmer noch, eventuelle Nachahmer werden sofort mit einer Heerschar von Anwälten verfolgt und ohne Rücksicht mit allen Mitteln verklagt und vernichtet.
Der Sektengründer und Guru wirkt äußerlich wie ein umgänglicher freundlicher Mann in den besten Jahren. Seine öffentlichen Auftritte absolviert er immer im gleichen Outfit, welches einen 5-Tage Bart, ausgewaschene schwarze Jeans und einem alten Studentenpullover umfaßt. In dieser Montur präsentiert er in unregelmäßigen Abständen mit subtil, einnehmender Stimme und gespielter Bescheidenheit die neuen Weihen seines Kultes und die damit verbundenen Erlösungen.
Aber in Wahrheit geht es ums Geld – um viel Geld. Unzählige Milliarden haben Millionen hörige Jünger bereits gespendet und es hört nicht auf. Es beginnt mit kleinen Spenden für die es auch kleinere Gegenleistungen gibt. Diese funktionieren jedoch nur bedingt und brauchen ständige Entfaltungen – sogenannte updates – um den Glauben richtig zu praktizieren. In kürzester Zeit setzt der Suchteffekt ein und die verfallenen Opfer investieren ihre ganzen Ersparnisse in den Kult. Viele machen das freiwillig, da Sie gar nicht bemerken wie geschickt Sie verführt werden. Früher haben sich die Jünger öffentlich deklariert, indem sie sich demonstrativ weiße Plastikkabeln in die Ohren steckten. Heute ist die Unterwanderung der Gesellschaft fast vollendet. In allen Schichten findet man das Logo (eine Frucht dem ein kleiner Teil fehlt).
Erst gestern erwischte ich meine Tochter mit ihrem I-pod und auch meine Frau benützt bereits ein Apple-Notebook. Auf meinem Computer hat sich seit längerem I-Tunes eingenistet. Meine Familie scheint bereits verloren zu sein. Bis auf meinem Sohn, der auf den „Kult der X-Boxler“ schwört und von angebissenen Äpfeln nichts wissen will. Ich werde trotzdem nicht aufgeben, den zerstörerischen Apple-Kult anzuprangern. Ein jedoch schier unmögliches Unterfangen. Denn niemand ist uneinsichtiger und sturer hinsichtlich seines Glaubens als ein Apple-Jünger. Gegen den Fanatismus der Apple-Hörigen wirken selbst Mitglieder von Opus Dei wie eine Bande verwirrter Hippies.
Andi Bauer
Der Sektengründer und Guru wirkt äußerlich wie ein umgänglicher freundlicher Mann in den besten Jahren. Seine öffentlichen Auftritte absolviert er immer im gleichen Outfit, welches einen 5-Tage Bart, ausgewaschene schwarze Jeans und einem alten Studentenpullover umfaßt. In dieser Montur präsentiert er in unregelmäßigen Abständen mit subtil, einnehmender Stimme und gespielter Bescheidenheit die neuen Weihen seines Kultes und die damit verbundenen Erlösungen.
Aber in Wahrheit geht es ums Geld – um viel Geld. Unzählige Milliarden haben Millionen hörige Jünger bereits gespendet und es hört nicht auf. Es beginnt mit kleinen Spenden für die es auch kleinere Gegenleistungen gibt. Diese funktionieren jedoch nur bedingt und brauchen ständige Entfaltungen – sogenannte updates – um den Glauben richtig zu praktizieren. In kürzester Zeit setzt der Suchteffekt ein und die verfallenen Opfer investieren ihre ganzen Ersparnisse in den Kult. Viele machen das freiwillig, da Sie gar nicht bemerken wie geschickt Sie verführt werden. Früher haben sich die Jünger öffentlich deklariert, indem sie sich demonstrativ weiße Plastikkabeln in die Ohren steckten. Heute ist die Unterwanderung der Gesellschaft fast vollendet. In allen Schichten findet man das Logo (eine Frucht dem ein kleiner Teil fehlt).
Erst gestern erwischte ich meine Tochter mit ihrem I-pod und auch meine Frau benützt bereits ein Apple-Notebook. Auf meinem Computer hat sich seit längerem I-Tunes eingenistet. Meine Familie scheint bereits verloren zu sein. Bis auf meinem Sohn, der auf den „Kult der X-Boxler“ schwört und von angebissenen Äpfeln nichts wissen will. Ich werde trotzdem nicht aufgeben, den zerstörerischen Apple-Kult anzuprangern. Ein jedoch schier unmögliches Unterfangen. Denn niemand ist uneinsichtiger und sturer hinsichtlich seines Glaubens als ein Apple-Jünger. Gegen den Fanatismus der Apple-Hörigen wirken selbst Mitglieder von Opus Dei wie eine Bande verwirrter Hippies.
Andi Bauer
28. April 2011
Shakespeare war ein Comiczeichner
good@wise Kinotipp: THOR von Kenneth Branagh
Zu seinen Lebzeiten wurde Shakespeare stets von der gehobenen Klasse als Trivialschreiber und “Entertainer” für die Unterschicht abgekanzelt. Das wissen die oberklugen Comic-Nerds natürlich nicht, die gleich auf die Barrikaden kletterten als im Dezember 2008 Universal Film bekannt gab, daß die Regie des „Marvel-Comics“ THOR Kenneth Branagh übernehmen wird. Der Nordire erzielte Ruhm und Ehre durch seine opulenten, wie geistreichen Shakespeareverfilmungen „Henry V.“, „Much ado about Nothin“ und natürlich „Hamlet“. So „Einer“ - kann natürlich kein Comic verfilmen, tönte es durch den Blätterwald und die Internetforen.
Kritik, die laut wird bevor überhaupt ein Meter Film gedreht wird, richtet sich naturgemäß von selbst. Jetzt ist das Werk vollendet und es wird sich zeigen ob die kritischen Fans mit der Verfilmung des klassischen Comics aus den 60er Jahren zufriedengestellt werden können. Zugegeben, für die Amerikaner wird der Film ein hartes Stück Brot zum beißen. Zu europäisch, zu historisch und auch zu mythisch legt Branagh die Geschichte an.
Das ändert nichts daran daß der Film großartig ist. Von der ersten Minute erheben sich der Planet und die Hallen der Götter vor dem Kinobesucher in einer unendlichen Größe und Gigantomanie. Schon die ersten 30 Minuten, wo THOR mit seinen Gefährten zu einer Schlacht gegen die Eisriesen antritt, rechtfertigen den Kauf einer Kinokarte. Seit dem „Herr der Ringe“ wurde dem Zuseher nicht ein so großartiges übermenschliches Schlachtengemälde präsentiert. Die Choreographie ist perfekt und Branagh zeigt daß er auch auf den Putz hauen kann und rasante Actionszenen beherrscht. Der Film ist größenwahnsinniges Kino mit gewaltigen Heldenfiguren, ergreifenden Emotionen, atemberaubenden Kulissen & und einer Geschichte die durch die nordische Mythologie rast und mit einen Donnerschlag ins Hier und Jetzt einschlägt. Der Donnergott Thor ist ein arroganter Hitzkopf und wird deshalb von Gottvater Odin (Anthony Hopkins – wieder mal umwerfend) seiner Kräfte beraubt und auf die Erde verbannt – um zu lernen. Derweil droht den Göttern ein Krieg mit den Eisriesen in dem sich – ein sich ungeliebt fühlender - Sohn intrigierend einmischt. Das Ganze Familiendrama mit Bruderzwist wie weiland Shakespeare. Der verbannte THOR muß sich zwischenzeitlich auf der Erde mit dem FBI und überforderten Erdenbürger herumschlagen, darf sich verlieben und seine Lektionen in Demut erlernen. Der Mittelteil verliert zwar kurz an Tempo und die Läuterung des Hitzkopfes geht auch überraschend einfach vonstatten. Dafür entschädigt jedoch das schier überirdische Finale.
Branagh transformiert mit Esprit ein Drama zu einem modernen Actionfilm und verbindet mit bravur klassischen Shakespeare und moderne Comic-Kultur. Sparen Sie sich die DVD und warten Sie nicht auf den Flimmerkasten. THOR hat sich einen Kinobesuch verdient.
Andi Bauer
Zu seinen Lebzeiten wurde Shakespeare stets von der gehobenen Klasse als Trivialschreiber und “Entertainer” für die Unterschicht abgekanzelt. Das wissen die oberklugen Comic-Nerds natürlich nicht, die gleich auf die Barrikaden kletterten als im Dezember 2008 Universal Film bekannt gab, daß die Regie des „Marvel-Comics“ THOR Kenneth Branagh übernehmen wird. Der Nordire erzielte Ruhm und Ehre durch seine opulenten, wie geistreichen Shakespeareverfilmungen „Henry V.“, „Much ado about Nothin“ und natürlich „Hamlet“. So „Einer“ - kann natürlich kein Comic verfilmen, tönte es durch den Blätterwald und die Internetforen.
Kritik, die laut wird bevor überhaupt ein Meter Film gedreht wird, richtet sich naturgemäß von selbst. Jetzt ist das Werk vollendet und es wird sich zeigen ob die kritischen Fans mit der Verfilmung des klassischen Comics aus den 60er Jahren zufriedengestellt werden können. Zugegeben, für die Amerikaner wird der Film ein hartes Stück Brot zum beißen. Zu europäisch, zu historisch und auch zu mythisch legt Branagh die Geschichte an.
Das ändert nichts daran daß der Film großartig ist. Von der ersten Minute erheben sich der Planet und die Hallen der Götter vor dem Kinobesucher in einer unendlichen Größe und Gigantomanie. Schon die ersten 30 Minuten, wo THOR mit seinen Gefährten zu einer Schlacht gegen die Eisriesen antritt, rechtfertigen den Kauf einer Kinokarte. Seit dem „Herr der Ringe“ wurde dem Zuseher nicht ein so großartiges übermenschliches Schlachtengemälde präsentiert. Die Choreographie ist perfekt und Branagh zeigt daß er auch auf den Putz hauen kann und rasante Actionszenen beherrscht. Der Film ist größenwahnsinniges Kino mit gewaltigen Heldenfiguren, ergreifenden Emotionen, atemberaubenden Kulissen & und einer Geschichte die durch die nordische Mythologie rast und mit einen Donnerschlag ins Hier und Jetzt einschlägt. Der Donnergott Thor ist ein arroganter Hitzkopf und wird deshalb von Gottvater Odin (Anthony Hopkins – wieder mal umwerfend) seiner Kräfte beraubt und auf die Erde verbannt – um zu lernen. Derweil droht den Göttern ein Krieg mit den Eisriesen in dem sich – ein sich ungeliebt fühlender - Sohn intrigierend einmischt. Das Ganze Familiendrama mit Bruderzwist wie weiland Shakespeare. Der verbannte THOR muß sich zwischenzeitlich auf der Erde mit dem FBI und überforderten Erdenbürger herumschlagen, darf sich verlieben und seine Lektionen in Demut erlernen. Der Mittelteil verliert zwar kurz an Tempo und die Läuterung des Hitzkopfes geht auch überraschend einfach vonstatten. Dafür entschädigt jedoch das schier überirdische Finale.
Branagh transformiert mit Esprit ein Drama zu einem modernen Actionfilm und verbindet mit bravur klassischen Shakespeare und moderne Comic-Kultur. Sparen Sie sich die DVD und warten Sie nicht auf den Flimmerkasten. THOR hat sich einen Kinobesuch verdient.
Andi Bauer
24. April 2011
Rock and the Spirit
Was passiert wenn Rock & Popmusiker Spiritualität für sich entdecken. Erstaunliche Ergebnisse voller Geist und Seele und jenseits klerikaler Muffigkeit.
Paul Simon Graceland 1986
Ein kluger Mann meinte kürzlich, daß Spiritualität schon lange vor den Religionen existierte. Der Jude Paul Simon suchte nach seinen musikalischen Wurzeln in Afrika und fand dort viel mehr. Spiritualität, persönlichen Seelenfrieden und Musiker welche mit ihm ein Meisterwerk der zeitgenössischen Popmusik einspielten. Auf „Graceland“ wird nicht westlicher Pop mit afrikanischer Folklore vermengt, wie so manche oberflächige Gemüter vorschnell deuteten. Auf „Graceland“ spielen Musiker aus verschiedenen Teilen der Welt zusammen und machen ergreifende Musik. Erhebend, inspirierend, erweckend & zeitlos. Wenn es so was wie „Weltmusik“ gibt dann ist es „Graceland“.
George Harrison All Things Must Pass 1970
Als die Beatles implodierten schmollten Lennon und McCartney um die Wette und stritten um die Schuldfrage. Der stets unterschätze und auch kreativ unterdrückte George Harrison packte derweil all seine Kompositionen auf ein (damals) dreifach Album. Das schier überwältigende Werk faßte auf sechs LP-Seiten Georges beeindruckende Lebenseinstellung zusammen.
“Mm, my Lord
I really want to know you
I really want to go with you
Really want to show you, Lord
Now, I really wanna see you Hare Rama
Really wanna be with you Hare Rama
Really wanna see you, Lord Ahh
But it takes so long, my Lord Hallelujah
My Lord Hallelujah
My my my Lord Hare Krishna”
Als ob alles auf einer Hand Platz finden würde, bewegt sich George wie selbstverständlich zwischen den Welten des Christentums, Hinduismus & Buddhismus und läßt dabei die Gitarren heulen, daß es eine wahre Freude ist. Das beste Soloalbum eines Ex-Beatles und ein Werk daß von Vielen noch entdeckt werden muß.
The Hothouse Flowers People 1988
Mit grenzenlosem Selbstbewußtsein – welches ein Vorrecht der Jugend ist - packten die fünf Iren Lebenslust und christlichen Glauben in einen Reigen atemberaubender Folk/Rocksongs und erweckten für einen Moment einen ganzen Kontinent mit ihrer Spiel & Lebensfreude. Die Lieder sind inzwischen keinen Tag gealtert. Für Katholiken die noch tanzen können, Atheisten die in Chören singen und all die Anderen die gerne auf dieser Welt wandeln.
Bob Marley Legend 1984
Von Banausen vorschnell als verantwortloser Kiffer abgestempelt hat Bob Marley viel mehr zu bieten als lockere Reggae-Seeligkeit. Alleinig sein „Redemtion Song“ bietet in kurzen Zeilen mehr Weisheit als so manche Sonntagspredigt:
“Emancipate yourselves from mental slavery
None but ourselves can free our mind
All I ever had
Redemption songs
These songs of freedom”
Johnny Cash My Mothers Hymn Book 2003
Johhny Cash hat schon einige christliche Alben aufgenommen. Die meisten davon sind verkitscht und weder hörbar noch inspirierend. Als jedoch der große alte Mann der Country-Musik im Angesicht seines Todes mit Meisterproduzent Rick Rubin die Spirituals seiner Kindheit mit karger Instrumentierung neu einspielte, entstand ein seltener Moment wahrer Größe. Selbst Zweifler und Atheisten attestieren den Aufnahmen übersinnliches und die Anwesenheit eines „heiligen Geistes“. Einmal mehr hat Johnny Cash das letzte Wort, wenn es darum geht bedeutsames zu sagen.
I’m just a poor wayfaring stranger
Traveling thru this world below
There’s no sickness, no toil, no danger
In that bright land to which I go
I’m going there to see my Father
And all my loved ones who've gone old
Beauteous fields arise before me
Where God’s redeemed their vigils keep
I’m going there to see my Mother
She said she’d meet me when I come
So I'm just going over Jordan
I'm just going over home
Frohe und inspirierende Ostern wünscht
Andi Bauer
Paul Simon Graceland 1986
Ein kluger Mann meinte kürzlich, daß Spiritualität schon lange vor den Religionen existierte. Der Jude Paul Simon suchte nach seinen musikalischen Wurzeln in Afrika und fand dort viel mehr. Spiritualität, persönlichen Seelenfrieden und Musiker welche mit ihm ein Meisterwerk der zeitgenössischen Popmusik einspielten. Auf „Graceland“ wird nicht westlicher Pop mit afrikanischer Folklore vermengt, wie so manche oberflächige Gemüter vorschnell deuteten. Auf „Graceland“ spielen Musiker aus verschiedenen Teilen der Welt zusammen und machen ergreifende Musik. Erhebend, inspirierend, erweckend & zeitlos. Wenn es so was wie „Weltmusik“ gibt dann ist es „Graceland“.
George Harrison All Things Must Pass 1970
Als die Beatles implodierten schmollten Lennon und McCartney um die Wette und stritten um die Schuldfrage. Der stets unterschätze und auch kreativ unterdrückte George Harrison packte derweil all seine Kompositionen auf ein (damals) dreifach Album. Das schier überwältigende Werk faßte auf sechs LP-Seiten Georges beeindruckende Lebenseinstellung zusammen.
“Mm, my Lord
I really want to know you
I really want to go with you
Really want to show you, Lord
Now, I really wanna see you Hare Rama
Really wanna be with you Hare Rama
Really wanna see you, Lord Ahh
But it takes so long, my Lord Hallelujah
My Lord Hallelujah
My my my Lord Hare Krishna”
Als ob alles auf einer Hand Platz finden würde, bewegt sich George wie selbstverständlich zwischen den Welten des Christentums, Hinduismus & Buddhismus und läßt dabei die Gitarren heulen, daß es eine wahre Freude ist. Das beste Soloalbum eines Ex-Beatles und ein Werk daß von Vielen noch entdeckt werden muß.
The Hothouse Flowers People 1988
Mit grenzenlosem Selbstbewußtsein – welches ein Vorrecht der Jugend ist - packten die fünf Iren Lebenslust und christlichen Glauben in einen Reigen atemberaubender Folk/Rocksongs und erweckten für einen Moment einen ganzen Kontinent mit ihrer Spiel & Lebensfreude. Die Lieder sind inzwischen keinen Tag gealtert. Für Katholiken die noch tanzen können, Atheisten die in Chören singen und all die Anderen die gerne auf dieser Welt wandeln.
Bob Marley Legend 1984
Von Banausen vorschnell als verantwortloser Kiffer abgestempelt hat Bob Marley viel mehr zu bieten als lockere Reggae-Seeligkeit. Alleinig sein „Redemtion Song“ bietet in kurzen Zeilen mehr Weisheit als so manche Sonntagspredigt:
“Emancipate yourselves from mental slavery
None but ourselves can free our mind
All I ever had
Redemption songs
These songs of freedom”
Johnny Cash My Mothers Hymn Book 2003
Johhny Cash hat schon einige christliche Alben aufgenommen. Die meisten davon sind verkitscht und weder hörbar noch inspirierend. Als jedoch der große alte Mann der Country-Musik im Angesicht seines Todes mit Meisterproduzent Rick Rubin die Spirituals seiner Kindheit mit karger Instrumentierung neu einspielte, entstand ein seltener Moment wahrer Größe. Selbst Zweifler und Atheisten attestieren den Aufnahmen übersinnliches und die Anwesenheit eines „heiligen Geistes“. Einmal mehr hat Johnny Cash das letzte Wort, wenn es darum geht bedeutsames zu sagen.
I’m just a poor wayfaring stranger
Traveling thru this world below
There’s no sickness, no toil, no danger
In that bright land to which I go
I’m going there to see my Father
And all my loved ones who've gone old
Beauteous fields arise before me
Where God’s redeemed their vigils keep
I’m going there to see my Mother
She said she’d meet me when I come
So I'm just going over Jordan
I'm just going over home
Frohe und inspirierende Ostern wünscht
Andi Bauer
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